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Kampagne „Tausende Gärten – Tausende Arten“

Bundesweite Kampagne für echt einheimischen Wildpflanzen

Ziel des Projektes ist, die biologische Vielfalt in Deutschland (im besiedelten Raum) durch die Produktion und Verbreitung von echt einheimischen Wildpflanzen zu fördern um mehr naturnahe Gärten in Deutschland zum Blühen bringen. Mit Hilfe der breit angelegten Kampagne soll die naturnahe Gartenbewegung zum Trend werden. Von Pflanzen- und Saatgutbetrieben über Freizeitgärtnerinnen und -gärtnern, erfahrenen Naturgärtnerinnen und -gärtnern, Betriebe und Behörden bis hin zu interessierten Bürgerinnen und Bürgern sind alle eingeladen, sich zu beteiligen.

Das Klima gewinnt durch naturnahe Flächen

Ein Trend in Deutschland wurde in den letzten Jahren durch die augenscheinlich „pflegeleichten“ Schotter- und Steingärten gesetzt, die vermehrt auf Gewerbeflächen und bei Privathaushalten auftauchen, auch in Linden. Letztlich sind die negativen Auswirkungen solcher Gartenflächen auf die Artenvielfalt und auf unser Klima den meisten Bürgerinnen und Bürgern mittlerweile bewusst.

Starkregen kann schlechter oder kaum von solchen Flächen aufgenommen werden und bei starker Sonneneinstrahlung heizen sich Schotterflächen gegenüber begrünten Flächen um bis zu 5 Grad Celsius deutlich mehr auf. Ohne Pflanzen auf einer Fläche kann keine Kühlung erfolgen, denn Pflanzen verhalten sich wie eine natürliche Klimaanlage: Sie verdunsten Wasser und kühlen dadurch ihre Umgebung.

Das steigert nicht nur das Wohlbefinden der tierischen Bewohner. Begrünte Flächen heizen sich weniger schnell auf und sorgen so für ein besseres Microklima.

Pflege leicht gemacht

Pflegeleicht sind Schottergärten nur auf den ersten Blick. Ungewollter Bewuchs auf Steinen, Laub lässt sich nur mühsam entfernen. Wirklich pflegeleicht sind allerdings naturnahe Staudengärten, die zudem ein Paradies für die Tierwelt sind. Vögel und Insekten profitieren davon.

Für viele ist jede unbekannte Pflanze ein „Unkraut“. Aber ein echtes “Unkraut” – in der Naturgärtnerei spricht man vom Beikraut – ist eine Pflanze, die die geplante Funktion der geplanten Pflanzfläche beeinträchtigt. In naturnahen Gärten ist Veränderung erwünscht und wird gefördert. Pflanzen dürfen wachsen, blühen und sich aussäen. Spontan auftauchende Pflanzen werden erst gejätet, wenn man erkennen kann, welche es sind. Anstatt alle unbekannten Pflanzen zu jäten ist es also wichtiger, die Bewohner des Gartens kennenzulernen und dann jedes Mal neu zu entscheiden, ob sie bleiben dürfen oder nicht.

Gestaltung naturnaher Gärten

Doch was tun, wenn ein derartiger "Schotter- oder Steingarten" bereits vorhanden ist? Wie simpel und günstig eine Umgestaltung sein kann und mit welchen verhältnismäßig einfachen Maßnahmen eine Schotter- bzw. Steinfläche bzw. eine Gartenfläche naturnah und ökologisch sinnvoll aufgewertet werden kann. Dazu gibt die Projekt-Webseite der Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. Antworten und Tipps: www.tausende-gaerten.de.

Gärten sind das Aushängeschild eines jeden Betriebs- und Wohngebäudes

Und denken Sie immer daran, Parkplatzflächen und Vorgärten sind die Aushängeschilder ihres Betriebs oder ihrem zu Hause. Hier werden Besucher, auch Kunden, wie Familienmitglieder willkommen geheißen und sollen sich auch so fühlen. Und wer fühlt sich schon in einer toten Steinwüste wohl?

Stadt Linden geht mit blühenden Beispielen voran

Die Stadt Linden hat im vergangenen Jahr zwei Blühflächen im Bereich des Stadtzentrums angelegt. Eine davon, etwa 100 m2 groß, direkt vor dem RathausEin Rathaus ist das Hauptverwaltungsgebäude einer Stadt oder Gemeinde und dient als Sitz der lokalen Regierung. Es ist d... der Stadt Linden. Verwendet wurde eine Blühmischung aus ca. 58 einheimischen Blühpflanzen. Die zweite Fläche befindet sich am Rand des Bewegungsparks. Öffentliche Pflanzflächen werden vermehrt attraktiv und insektenfreundlich gestaltet. Es kommen bewährte Staudenmischungen zum Einsatz, die über die Jahreszeiten hinweg ein abwechslungsreiches und attraktives Bild bieten. Darüber hinaus dienen die ausgewählten Stauden unseren Insekten als Nahrungsquelle. Durch die Pflanzenauswahl soll gewährleistet werden, dass vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein immer etwas blüht.

Weitere Infos unter: https://www.tausende-gaerten.de/die-kampagne/

 

Amphibienschutz (Krötenwanderung)

Jedes Jahr wandern Amphibien wie Kröten, Frösche und Molche an ihre Laichgewässer. Dafür nehmen sie weite Wege bis zu 3 km Entfernung in Kauf. 

Leider führen diese Wanderungen in der Regel über Straßen und Wege, die von Fahrzeugen befahren werden. 

Die Wanderungen beginnen bei nächtlichen Temperaturen um ca. 5 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit. In warmen Regennächten kann es zu Massenwanderungen kommen. 

Die Krötenwanderung hat aufgrund der entsprechenden Witterungsverhältnisse begonnen. Besonders betroffen sind die folgenden Straßen:

• Verlängerte Jägerschneise entlang des Bahndammes zwischen dem Ortseingang Forst und der Bahnüberführung

• Tannenweg

• Dresdener Straße

• Landstraße L 3130 zwischen Dresdener Straße und „Blumen Arnold“

• „In der Tränke“

• „An der Ziegelei“

• Mühlberg

• Neuhof

Wir bitten darum, diese Bereiche abends/nachts zwischen 18 Uhr und 6.00 Uhr morgens zu meiden bzw. besonders vorsichtig und langsam zu fahren und auf querende Amphibien zu achten. In den oben aufgeführten Bereichen wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche überfahrene Tiere gefunden.

Die Amphibien sterben nicht nur, weil sie von den Autos direkt überfahren werden, sondern auch durch den Strömungsdruck der Autos, wenn diese über sie hinwegfahren oder an ihnen vorbeifahren. Hier ist davon auszugehen, dass bereits 30 km/h ausreichen, um die Tiere zu töten. 

Zu Tode kommen die Amphibien auch in Gullys und Grabeneinläufen. Nachdem die Tiere dort hineingefallen sind, besteht für sie keine Chance, der Falle aus eigener Kraft zu entkommen. Um Abhilfe zu schaffen, hat hier die Stadt Linden Amphibienausstiegshilfen angeschafft, die auch bereits in den Problembereichen eingebaut wurden. Falls weitere Orte im öffentlichen Raum bekannt sind, in denen sich Kröten festsetzen, melden Sie sich bitte bei der Stadt Linden.

Bitte kontrollieren Sie auch täglich Ihre Kellerschächte. 

Sie haben noch Fragen zum Thema Amphibienschutz und möchten sich engagieren? Hierzu können Sie sich gerne unter der Telefonnummer 0160-2074247 an die Krötenrettung des NABU Linden wenden. Hier finden Sie zudem einen interessanten Artikel zum Thema.

Vielen Dank für Ihre Rücksichtnahme. 

Ihre Stadt Linden